Elterninfo
2025 N° 1
Primarschule Uster
Logo Stadt Uster
Forum

Primarschule Uster setzt sich für Ausbildung von Lehrpersonen ein

Etwa ein Drittel des Studiums zur Primarlehrperson erfolgt in der Berufspraxis. Hierfür arbeitet die Pädagogische Hochschule Zürich mit Kooperationsschulen zusammen. Eine davon ist die Primarschule Uster: Jedes Schuljahr absolvieren bei uns rund 40 Studierende eine berufspraktische Ausbildung.

Janine Haas

Berufspraktika sind eine wichtige Ergänzung zum Studium und eine zentrale Voraussetzung für einen erfolgreichen Berufseinstieg von Primarlehrpersonen. Die Praxiseinsätze finden in allen Studienjahren statt und dauern einige Tage bis mehrere Wochen. In jeder Kooperationsschule gibt es Praxisleitende, die für das Netzwerk von Praxislehrpersonen verantwortlich sind. An der Primarschule Uster haben Regula Rietmann, Unterstufenlehrerin im Hasenbühl, und Sergio Henseler, Mittelstufenlehrer im Krämeracker, diese Aufgabe übernommen.

Regula Rietmann ist seit April 2024 als Praxisleiterin Eingangsstufe tätig.

Seit 2021 ist Sergio Henseler Praxisleiter Primar.

Die Studierenden unterrichten während den Praktika in Klassen und lernen mit der Zeit weitere Aufgaben kennen wie etwa die Zusammenarbeit mit anderen Fachlehrpersonen und mit den Eltern. «So erwerben sie schrittweise berufspraktisches Wissen und Kompetenzen, um den Unterricht zu planen, durchzuführen und zu reflektieren», sagt Sergio Henseler.

«Die Studierenden sollen bei uns guten Unterricht erleben dürfen und eigene Ideen ausprobieren können.»
Regula Rietmann

Einblick in Unterricht und Arbeitsalltag

Die Studierenden können in verschiedenen Schulhäusern und Klassen sowie bei verschiedenen Praxislehrpersonen Erfahrungen sammeln. Das soll auch den Entscheid erleichtern, auf welcher Stufe sie später unterrichten möchten. «Sie sollen bei uns guten Unterricht erleben dürfen und eigene Ideen ausprobieren können», sagt Regula Rietmann.

Neben dem Lehrerhandwerk geht es auch um einen realistischen Einblick in den Arbeitsalltag von Lehrpersonen. «Häufig haben die Studierenden Fragen zum Umgang mit verhaltensauffälligen Kindern oder herausfordernden Eltern», so Sergio Henseler. Auch die Bewältigung des Berufseinstiegs oder des Arbeitspensums seien wichtige Themen.

«Die tägliche Arbeit ist kunterbunt und abwechslungsreich.»
Regula Rietmann

Gute Erfahrungen sammeln und motiviert einsteigen

Kooperationsschulen können viel dazu beitragen, dass die Studierenden positive Erfahrungen sammeln und mit Freude in den Beruf starten. Das ist umso wichtiger, als es nach wie vor zu wenige Lehrpersonen gibt. «Die tägliche Arbeit ist kunterbunt und abwechslungsreich», sagt Regula Rietmann. «Der Umgang mit der grossen Vielfalt und den individuellen Bedürfnissen der Kinder kann aber auch herausfordernd sein.»

«Ich schätze die Möglichkeit, Kinder auf ihrem Lebensweg positiv zu begleiten und nachhaltig zu prägen.»
Sergio Henseler

Traumberuf Lehrerin

Regula Rietmann und Sergio Henseler empfinden die Aufgabe als Praxisleitende als Bereicherung. Für die zwei ist klar: Sie würden sich wieder für den Lehrerberuf entscheiden. Sergio Henseler schätzt die Vielseitigkeit, den abwechslungsreichen Alltag und die Möglichkeit, Kinder auf ihrem Lebensweg positiv zu begleiten und nachhaltig zu prägen. «Ich mag, dass ich meine Kreativität ausleben und die Kinder auf ihrem Lernweg unterstützen kann», ergänzt Regula Rietmann. «Lehrerin war immer mein Traumberuf.»

Was tun Praxisleitende?

Die Praxisleitenden der Kooperationsschulen sind mit einem Pensum von 20 Prozent bei der PH Zürich angestellt. Sie sind für die Akquise und Organisation der Praxisplätze verantwortlich, wirken zusammen mit den Mentor*innen der PH Zürich bei Lehrangeboten der berufspraktischen Ausbildung mit, beobachten und analysieren als Praxisexpert*innen die Kompetenzen der Studierenden und sind für die Qualitätssicherung und -entwicklung des Praxislehrpersonen-Teams verantwortlich.

Weitere Artikel zum Thema